Naturphänomenologie im Anthropozän ist Nachdenken über Natur im Zeichen der ökologischen Krise. Ausgehend von konkreten Phänomenen - zum Beispiel einem Glas Sprudel, einem Wasserfall, dem Braunkohletagebau Hambach bei Köln versuchen die in sich selbständigen, aber untereinander verbundenen Essays, den Wandlungen in der lebendigen Natur möglichst präzise nachzuspüren. Die phänomenologischen Studien dienen dann dazu, den philosophischen Begriffsschatz neu zu ordnen und aufzupolieren, zum Beispiel eine Neubestimmung des Naturbegriffs vorzunehmen. Schließlich werden, auf dieser Grundlage, auch politische Fragen, zum Beispiel zum Verhältnis von Klimapolitik und Naturschutz neu aufgerollt.
Jens Soentgen, Jg. 1967, ist Philosoph und Chemiker und seit 2002 wissenschaftlicher Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt der Universität Augsburg. Er promovierte 1997 bei Gernot Böhme und Hermann Schmitz mit einer Arbeit über den Stoffbegriff und publizierte u.a. 1998 die erste einführende Schrift zur Neuen Phänomenologie von Hermann Schmitz. Zuletzt erschien von ihm bei C.H. Beck das Buch Luft - Eine Entdeckungsreise zwischen Erde und Himmel.
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