Liebe und Erotik zwischen Leib, Gefühl und Situation
Vom 17.04 bis 19.04.2026 findet an der Universität Rostock das jährliche Symposion der Gesellschaft für Neue Phänomenologie statt.
Den Flyer zum Download finden Sie hier. Zum Programm gelangen Sie außerdem hier.
Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig.
Tagungsort
Universität Rostock
Aula im Hauptgebäude
Universität Rostock, Universitätsplatz 1, 18055 Rostock
Informationstext
Wonach suchen Menschen, wenn sie Liebe suchen? Wie lässt sich das aufregende Gefühl der Liebe im Alltag auf Dauer stellen? Hermann Schmitz hat dem Thema ein Buch gewidmet, das auch bei den Kennern seiner Philosophie mehr Interesse verdient hätte. Seine Neue Phänomenologie hat einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des menschlichen Gefühlslebens geleistet, ohne es etwa auf Hormonausschüttung oder einen rein innerlichen Zustand zu reduzieren.
Im Unterschied zum thematischen Liebesbegriff, unter den allerlei Formen der Anteilnahme bezüglich einer Sache fallen (z.B. Naturliebe), geht es Schmitz um den persönlichen Liebesbegriff: das persönliche Bedürfnis, zu lieben und geliebt zu werden, wie man es in der Paar- und Gruppenliebe antrifft. Liebe soll dabei keineswegs auf ein aktuell spürbares Gefühl oder eine bestimmte leibliche Regung reduziert noch einseitig mit Lust und Unlust verbunden werden. Die Neue Phänomenologie widmet sich auch den erotischen Beziehungen zwischen Menschen, sogar an der Grenze zu extremen Fällen wie Sadismus und Masochismus.
Das Ziel der Tagung ist, eine vertiefte Besinnung auf die Phänomene der Liebe und Erotik anzuregen. Dabei sollen zur Erprobung phänomenologischer und anderer philosophischer Begrifflichkeiten Beispiele aus der Literatur, Musik und anderen Künsten berücksichtigt werden. Wir hoffen, an scheinbar vertrauten Phänomenen wie Liebe und Erotik neue Facetten und Details aufzudecken, um auch auf diesem Wege zu einem volleren Verständnis der menschlichen Wirklichkeit beizutragen.
Programm
Freitag, 17. April 2026
18:00 – 20:00 Uhr
Prof. Dr. Damir Smiljanić, Novi Sad
Einführung in das Tagungsthema
– Gesprächsrunde –
Liebe und Erotik zwischen Leib, Gefühl und Situation
Moderation:
Prof. Dr. Damir Smiljanic, Novi Sad
Teilnehmer:
Prof. Dr. Michael Großheim, Rostock
PD Dr. Ute Gahlings, Darmstadt
Ab 20:00 Uhr
Geselliges Beisammensein
Samstag, 18. April 2026
09:30 – 10:30 Uhr
Prof. Dr. Jens Soentgen, Augsburg/St. John´s
Zärtlichkeit – über ein kaum beachtetes Phänomen
10:30 – 10:45 Uhr
Pause
10:45 – 11:45 Uhr
PD Dr. Ute Gahlings, Darmstadt
Liebe und Erotik in weiblichen Lebensformen
11:45 – 12:15 Uhr
Pause
12:15 – 13:15 Uhr
Prof. Dr. Barbara Vinken, München
Liebe als Trauma. Dido, Annie Ernaux, Maria Pourchet
13:15 – 15:00 Uhr
Mittagspause
15:00 – 16:00 Uhr
Prof. Dr. Robert J. Kozljanič, Nürnberg
Kultivierung der erotischen Gefühle im gemeinsamen Beziehungsraum
16:00 – 16:15 Uhr
Pause
16:15 – 17:15 Uhr
Prof. Dr. Gesa Lindemann, Oldenburg
Die Bedeutung der Phänomenologie für einen reflexiven Gewaltbegriff mit einem traurigen Ausblick auf die Liebe
17:15 – 17:45 Uhr
Pause
17:45 – 18:45 Uhr
PD Dr. Zhuofei Wang, Kassel
Zwischen Atmosphäre und Leerheit. Eine phänomenologisch-buddhistische Dekonstruktion der Liebe
Ab 19:00 Uhr
Geselliges Beisammensein
Sonntag, 19. April 2026
09:00 – 10:00 Uhr
Prof. Dr. Wolfgang Fuhrmann, Leipzig
Musikalische Verführungen. Musik als Eros von der Antike bis ins Paradies
10:00 – 10:15 Uhr
Pause
10:15 – 11:15 Uhr
Prof. Dr. Dieter Thomä, St. Gallen
Eros und Politik. Philosophische Anmerkungen zu Debatten im frühen 20. Jahrhundert
11:15 – 11:45 Uhr
Pause
11:45 – 12:45 Uhr
Dr. Dr. Mădălina Diaconu, Wien
Interspezifische Einleibung und leibliche Kommunikation
12:45 Uhr
Tagungsende