Rostocker Phänomenologische Manuskripte
Die "Rostocker Phänomenologischen Manuskripte" (RPM) sind eine Schriftenreihe, in der in loser Folge Arbeiten aus dem Umkreis des Lehrstuhls für die Phänomenologische Philosophie publiziert werden. Diese Texte sollen so etwas wie Werkstattberichte aus der lebendigen phänomenologischen Forschung sein.
Als Herausgeber fungiert Michael Großheim. Bei Interesse am Erhalt eines oder mehrerer Hefte wenden Sie sich bitte per Email an das Sekretariat der GNP (kontakt(at)gnp-online.de) oder an den Lehrstuhl für phänomenologische Forschung.
Heft 39 (2023)
Thomas Rolf
Gegenwart ohne Spielraum. Die spirituelle Lehre Eckhart Tolles - phänomenologisch betrachtet
(im Erscheinen)
Rostock 2023
In Zeiten gesellschaftlicher Krisen üben spiritualistische Deutungen menschlichen Bewusstseins regelmäßig eine starke Anziehungskraft aus. In den entsprechenden Ansätzen spielt die Gegenwart bzw. das subjektive Gegenwärtigsein eine zentrale Rolle: Es geht darum, durch eine achtsame Vertiefung ins Jetzt jene Lebenssicherheit zu bewahren, die durch die Ungewissheit der (persönlichen wie planetaren) Zukunft in Frage gestellt wird. – Am Beispiel der weltweit bekannten Lehre Eckhart Tolles geht der Beitrag der Frage nach, welche Beziehungen zwischen der spirituellen Form von Selbstbesinnung und dem ‚Prinzip Gegenwart‘ innerhalb der Neuen Phänomenologie bestehen. Dabei dient die Idee der „Verankerung des Lebenswillens in der Gegenwart“ (Hermann Schmitz) als Leitfaden der Studie, die auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Denkrichtungen aufmerksam machen möchte.
Heft 38 (2022)
Kira Meyer (Hrsg.)
Wie ist Naturphänomenologie möglich? Eine Debatte
Rostock 2022, 50 Seiten, ISBN: 978-3-86009-399-3

Naturphänomenologie ist eine aufstrebende Subdisziplin, deren Wurzeln im deutschen Diskurs bis zur Neuen Phänomenologie von Hermann Schmitz zurückverfolgt werden können. Ob - und wenn ja, wie - 'Natur' mithilfe einer phänomenologischen Methode analysiert werden kann, war wiederholt Thema einer Auseinandersetzung zwischen Schmitz und Gernot Böhme. In dem einleitenden Beitrag gibt Kira Meyer einen Überblick über die Debatte zwischen Schmitz und Böhme und argumentiert dafür, ausgehend von Böhme, einen Skalenbegriff der Natur zu entwickeln, demzufolge Natur als das selbsttätige Gegebene aufzufassen ist. Die Naturphänomenologie kann als Methode verstanden werden, sich in die Natur leiblich-sinnlich zu vertiefen und somit bei der Verteidigung des eudaimonistischen Wertes der Natur helfen. Insofern ist Naturphänomenologie auch für die Umweltethik und Nachhaltigkeitstheorie von Bedeutung. Das Heft versammelt erstmals bislang unveröffentlichte Schriftstücke, welche die Debatte über Naturphänomenologie nachzeichnen: Es umfasst einen Vortrag von Schmitz zur Naturphilosophie, mehrere Briefe von Schmitz und Böhme sowie eine kritische Einordnung des Verhältnisses von Neuer Phänomenologie und Naturwissenschaft von Michael Großheim.
Heft 37 (2022)
Steffen Kluck
Was Musik ist. Vorspiel zu einer phänomenologischen Musikphilosophie.
Rostock 2022, 41 Seiten, ISBN: 978-3-86009-398-6

Was ist Musik - Zeichen, Performance, jegliches akustische Ereignis? Muss Musik willentlich und bewusst hervorgebracht sein oder kann es auch ungewollt geschehen? Machen Tiere - etwa Vögel - Musik? Diese vielfältigen Fragen werden im musikphilosophischen Diskurs breit verhandelt. Der Beitrag unternimmt es, aktuelle Positionen, unter anderem Thomas Dworschak, Timo Dresenkamp, Gunnar Hindrichs und Christian Grüny, vorzustellen und zu kritisieren. Dabei erweist es sich als sinnvoll, stärker leibphänomenologisch auf Musik zu blicken, um diesem omnipräsenten, aber philosophisch wenig verstandenen Phänomen näherzukommen.
Heft 36 (2021)
Jonas Puchta
Goethe im Licht des Phänomenologen. Eine Spurensuche im Werk des frühen Hermann Schmitz
Rostock 2021, 43 Seiten, ISBN: 978-3-86009-397-9

Einem mit der Neuen Phänomenologie vertrauten Leser wird nicht entgangen sein, dass Hermann Schmitz im Verlauf seines gesamten Schaffens mit einer beispiellosen Sicherheit auf Goethes Werk zurückgegriffen hat. Dieses Verhältnis ist kein Zufall, hat Schmitz doch bereits zu Beginn seines philosophischen Denkens eine mehr als tausendseitige Dissertation, sowie eine davon inhaltlich abweichende Monographie zu Goethes Altersdenken verfasst. Eine größere Untersuchung dieses Schmitz’schen Frühwerkes – das etwa in die Zeit bis 1959 reicht – ist bislang noch ausgeblieben. Der Aufsatz will dies speziell mit Blick auf Goethe nachholen und Schmitz’ frühe Auseinandersetzungen in eine Beziehung zu seinem späteren Gesamtwerk setzen. Damit kommt schließlich auch in biographischer Hinsicht eine Zeit ans Licht, zu der die Entstehung der Neuen Phänomenologie noch nicht absehbar war.
Heft 35 (2021)
Werner Müller-Pelzer
Europa als affektiven Raum erfahren
Rostock 2021, 32 Seiten, ISBN: 978-3-86009-396-2

Der sachlich unhaltbare Versuch der Europäischen Union, sich als Erbin Europas auszugeben und die "europäischen Werte" für ihre Politik zu nutzen, verlangt nach einer Klärung der Frage, wie Europa von Europäerinnen und Europäern erfahren wird, die eine Orientierung für ihr Leben suchen. Die Erörterung dieser Frage wird am Beispiel von europäischen Studierenden in Angriff genommen. Ausgehend von ihren tiefen Diskrepanzerfahrungen mit den offiziellen Auskünften über Europa wird mit Hilfe der Begrifflichkeit der Neuen Phänomenologie der subjektive Zugang zu Europa entfaltet. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Erwerb einer wenig beachteten, vom Machtdiskurs nicht kontaminierten europäischen Sprache: Ausgehend von präreflexiven Gruppenerfahrungen können die Studierenden in eine unbekannte Kultur einwachsen und sich von der unbekannten Sprache qua Einleibung affizieren lassen, um jene dann als eigene zu erwerben. Dann kann sich Europa als Raum für kollektive Atmosphären öffnen bis hin zur sekundären Epigenese der Person als Europäerin bzw. Europäer.
Heft 34 (2020) (vergriffen!)
Lea Völzer
Es ist der Leib, der singt! Eine Untersuchung über das Singen als Leibwahrnehmung
Rostock 2020, 30 Seiten, ISBN: 978-3-86009-395-5

Heft 33 (2020)
Michael Großheim/Steffen Kluck (Hg.)
"...als käme er aus einer anderen Welt".
Ein Gespräch mit Käte Bröcker-Oltmanns, geführt von Jürgen Zander und Cornelius Bickel
Rostock 2020, 38 Seiten, ISBN 978-3-86009-394-8

Heft 32 (2019)
Eckard Krüger
Leibliche Aspekte des Alterns
Rostock 2019, 13 Seiten, ISBN 978-3-86009-393-1

Heft 31 (2019)
Heinz Becker
"Vom Pferd fallen und wieder aufsteigen." Über die Verarbeitung von Krisen und Niederlagen
Rostock 2019, 15 Seiten, ISBN 978-3-86009-392-4

Heft 30 (2018)
Lenz Prütting
Schwimmen. Hängen. Aussetzen. Drei Formen personaler Regression auf der Szene. Ein Beitrag zur Anthropologie des Schauspielers
Rostock 2018, 36 Seiten, ISBN 978-3-86009-391-7

Heft 29 (2018)
Michael Großheim
Hoffnung. Eine phänomenologische Untersuchung
Rostock 2018, 22 Seiten, ISBN 978-3-86009-390-0

Heft 28 (2017)
Jakob Wolf
Phänomenologische Sprachphilosophie und religiöse Deutung. Hans Lipps und K. E. Lögstrup
Rostock 2017, 22 Seiten, ISBN 978-3-86009-389-4

Heft 27 (2017)
Wolf Langewitz
Ärztliche Haltung. Was ist das und wie kann man es erreichen?
Rostock 2017, 14 Seiten, ISBN 978-3-86009-388-7

Heft 26 (2016)
Henning Nörenberg
Der Absolutismus des Anderen. Eine Skizze
Rostock 2016, 34 Seiten, ISBN 978-3-86009-387-0

Heft 25 (2016)
Nina Trcka
Kollektive Stimmungen. Leiblich-intersubjektive und interpersonale Formen emotionalen Teilens
Rostock 2016, 36 Seiten, ISBN 978-3-86009-386-3

Heft 24 (2016)
Lenz Prütting
Die Fremdelphase. Zur Genealogie personaler Lachmündigkeit
Rostock 2016, 27 Seiten, ISBN 978-3-86009-385-6

Heft 23 (2015)
Michael Graf Münster
Rhythmus für den Dirigenten. Werkstattreflexionen
Rostock 2015, 37 Seiten, ISBN 978-3-86009-384-9

Heft 22 (2015)
Barbara Wolf
Atmosphären des Aufwachsens
Rostock 2015, 27 Seiten, ISBN 978-3-86009-383-2

Heft 21 (2014)
Jürgen Hasse
Räume der Stadt. Zum Nutzen der Phänomenologie für die sozialwissenschaftliche Stadtforschung
Rostock 2014, 53 Seiten, ISBN 978-3-86009-382-5

Michael Großheim, Steffen Kluck, Henning Nörenberg
Kollektive Lebensgefühle. Zur Phänomenologie von Gemeinschaften
Rostock 2014, 77 Seiten, ISBN 978-3-86009-381-8

Heft 19 (2013)
Matthias Wunsch
"Welt" in Heideggers metaphysischer Periode.
Rostock 2013, 28 Seiten, ISBN 978-3-86009-379-5

Heft 18 (2013)
Eva Kreikenbaum
Was tun mit Schmerz? Eine phänomenologische Analyse
Rostock 2013, 78 Seiten, ISBN 978-3-86009-378-8
Die Autorin stellt das Heft ausnahmsweise zur Lektüre als Datei zu Verfügung (hier). Es wird darauf hingewiesen, dass das Copyright davon unbenommen weiterhin besteht.

Heft 17 (2013)
Christian Bendrath
Von Weltwerdung und Menschenbildung. Säkularisierung bei Hans Werhahn
Rostock 2013, 42 Seiten, ISBN 978-3-86009-377-1

Heft 16 (2012)
Michael Großheim
Der Mensch in der Phänomenologie.
Rostock 2012, 43 Seiten, ISBN 978-3-86009-150-0

Heft 15 (2012)
Walter Burger
Der Beitrag der Neuen Phänomenologie zum Verständnis chronischer Krankheit. Überlegungen und Erfahrungen am Beispiel des Diabetes mellitus
Rostock 2012, 43 Seiten, ISBN 978-3-86009-149-4

Heft 14 (2012)
Hermann Schmitz
Die Weltspaltung und ihre Überwindung.
Rostock 2012, 17 Seiten, ISBN 978-3-86009-148-7

Heft 13 (2011)
Yuho Hisayama
Ästhetik des kehai. Zur transkulturellen Phänomenologie der Atmosphäre.
Rostock 2011, 26 Seiten, ISBN 978-3-86009-123-4

Heft 12 (2011)
Andrzej Przylebski
Hermeneutische Philosophie als Wissenschaft. Bemerkungen im Ausgang von Gadamer und Fleck.
Rostock 2011, 33 Seiten, ISBN 978-3-86009-112-8

Heft 11 (2011)
Joachim Fischer
Universeller Ausdrucksüberschuss. Randbeobachtungen zur philosophischen Anthropologie der Intersubjektivität.
Rostock 2011, 22 Seiten, ISBN 978-3-86009-111-1

Heft 10 (2010)
Hermann Schmitz
Geltung.
Rostock 2010, 14 Seiten, ISBN 978-3-86009-103-6

Heft 9 (2010)
Barbara Wolf
Die persönliche Situation als Bildungsaufgabe.
Rostock 2010, 31 Seiten, ISBN 978-3-86009-110-4

Heft 8 (2010)
Jan Slaby
Gefühl und Weltbezug. Eine Strukturskizze der menschlichen Affektivität.
Rostock 2010, 42 Seiten, ISBN 978-3-86009-102-9

Heft 7 (2010)
Günther Jakobs
Strafrechtstheoretische Bemerkungen zur Normenlehre von Hermann Schmitz.
Rostock 2010, 22 Seiten, ISBN 978-3-86009-101-2

Heft 6 (2009)
Steffen Kammler
Rauchzeichen aus dem Labyrinth. Der ontologische Anspruch der Photographie.
Rostock 2009, 30 Seiten, ISBN 978-3-86009-074-9

Heft 5 (2009) (vergriffen)
Gernot Böhme
Zeit als Medium von Darstellungen und Zeit als Form lebendiger Existenz
Rostock 2009, 18 Seiten, ISBN 978-3-86009-073-2

Heft 4 (2009)
Ulrich Pothast
Lebendige Vernünftigkeit. Exposition eines philosophischen Konzepts.
Rostock 2009, 32 Seiten, ISBN 978-3-86009-072-5

Heft 3 (2008)
Steffen Kluck
Der Zeitgeist als Situation
Rostock 2008, 42 Seiten, ISBN 978-3-86009-041-1

Heft 2 (2008)
Michael Großheim
Phänomenologie der Sensibilität
Rostock 2008, 29 Seiten, ISBN 978-3-86009-040-4

Heft 1 (2008)
Hermann Schmitz
Epochen des menschlichen Selbstverständnisses in Europa
Rostock 2008, 19 Seiten, ISBN 978-3-86009-039-8
